Zertifizierter Sachverständiger für die Erkennung, Bewertung und Sanierung von Schimmelpilzbelastungen (TÜV)

Ursachen für Schimmelpilzbildung:


Warum kommt es überhaupt zu einer Schimmelpilzbildung?

Feuchtigkeit und Temperatur ist die Grundlage für jeden Schimmelpilzbefall!

Schimmelpilzschäden in Gebäuden können z.B. aufgrund baulicher Mängel, nicht angepasstem Nutzungsverhalten und Wasserschäden auftreten, wobei eine Fehlplanung der Bauausführung bzw. die Verwendung von vorbelastetem Baumaterial auch häufig die Ursache für Schimmelpilzschäden sind.

 

Wenn Bau- oder Wasserschäden als Ursache für den Schimmelpilzbefall auszuschließen sind, liegt die Ursache häufig in einer Kombination verschiedener Faktoren (z.B. Vorhandensein von Wärmebrücken und Nutzungsverhalten).

 

Mögliche bauliche Ursachen von Schimmelschäden:

Verursacht durch Kondensat an kalten Oberflächen oder in Bauteilen


Betonsturz
Gussrohr
Betondecke
Kondensat am Fensterglasrand
Lücke in der Wärmedämmung
defekte Dampfbremse oder andere Luftundichtigkeiten
ungedämmte Leitung

 

Wasser aus dem Erdreich und dem Abwassernetz


defekte horizontale Abdichtung
defekte vertikale Abdichtung
defekte Hohlkehle
Grundwasser, drückendes Wasser

 

Regen und Wasserinstallationen


undichtes Dach
defekte Anschlüsse
Risse in der Fassade
defektes Regenfallrohr
undichte Wasserleitung
undichte Kehle
defekte Regenrinne
undichter Fensteranschluss
defekter Spritzwasserschutz

 

 

Eine Sanierung ist nur sinnvoll, wenn vor der Sanierung die Ursachen für einen Schimmelbefall in jedem Einzelfall genau abgeklärt werden.

Häufige Ursachen sind:



Konstruktive Ursachen:

 

Unzureichender Wärmeschutz


Material- bzw. konstruktionsbedingte Wärmebrücken wie durchbetonierte Decken bei Balkonplatten, betonierte Aussteifungen in Außenwänden, Unter- und Überzüge, Tragkonstruktionen rund ums Fenster

geometrische Wärmebrücken wie z. B. Außenwandecken

Einbau feuchter Baumaterialien (z. B. Holz) v.a. bei diffusionsdichten Konstruktionen

Fehlende Luftdichtung (innenseitig), Raumluftfeuchtigkeit dringt in das Innere von Konstruktionen ein, wo bei entsprechenden Temperaturen Tauwasser ausfällt (bspw. durchfeuchtete Dämmmaterialien bei Ständeraufbauten oder bei Dachkonstruktionen)

Fehlende Abdichtungen (z. B. bei aufsteigender oder seitlich eindringender Feuchte im erdberührten Mauerwerk)

Fehlender Schlagregenschutz der Fassade (z. B. geringe Dachüberstände, ungeeigneter Putz)

Fehlende Lüftungsmöglichkeiten

Mangelhafte Ausführung, Leckagen:

Mangelhafte Abdichtungen (z. B. bei aufsteigender oder seitlich eindringender Feuchte im erdberührten Mauerwerk)

Mangelhafte Luftdichtung (innenseitig), z. B. mangelhaft verklebte Dampfbremsen an Kanten und Durchdringungen

Massive Leckage mit mikrobiologisch unbelastetem Wasser (Trinkwasser) oder mikrobiologisch belastetem Wasser (Abwasser)

Langfristig geringe Leckage mit mikrobiologisch unbelastetem bzw. belastetem Wasser

Undichtigkeiten bei Niederschlag z. B. im Dachbereich
 
Nutzerbedingte Ursachen:

 

Erhöhte Feuchteproduktion im Innenraum (z. B. durch Überbelegung, Pflanzen, Wäschetrocknen)

Nicht ausreichende oder falsche Lüftung

Nicht ausreichende oder ungleichmäßige Beheizung

Mangelnde Luftzirkulation durch falsche Möblierung an Außenwänden

Unzureichende Lüftung während der Austrocknungsphase von Neubauten (Baufeuchte z. B. durch Rohbau-, Estrich- und Putzarbeiten)


Außergewöhnliche Ursachen:
 

Schimmelpilzbefall aufgrund von Überschwemmungen, Hochwasserkatastrophen, Löschwasser


Auswirkungen von Baumaßnahmen:

 

Fensteraustausch im Altbau (z.B. wegen Schall- oder Wärmeschutz) ohne Änderung der Lüftungsgewohnheiten (meist fehlende Aufklärung)


Unsachgemäß ausgeführte Innendämmungen
Umnutzung des Objekts, wie z.B. Ausbau von Kelleräumen zu Arbeits-, Klassen oder Wohnräumenügen Sie hier Ihren eigenen Text ein.